Kontakt | Impressum | Mitgliedschaft | Sponsoring

Was ist eigentlich Kunstradfahren?

Bereits vor der Jahrhundertwende wurde Kunstradsport in den USA von Radakrobaten wie Nikolas Edward-Kaufmann und John Featherly betrieben. Zu dieser Zeit war es jedoch eher die Beherrschung des Fahrrades und das Fahren einer bestimmten Wegstrecke. Der Kunstradsport hat sich zu einer technischen Disziplin entwickelt, welche im Leistungssport auch vor Sportphysik und Sportpsychologie keinen Halt macht. Kunstradfahren ist eine sehr ästhetische Sportart, vergleichbar mit Eiskunstlauf oder Kunstturnen. Die Sportler entwickeln dabei Fähigkeiten wie Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Gewandtheit, Konzentration und Mut.
In einer 5-Minuten-Kür wird den Zuschauern und Kampfrichtern ein breites Spektrum von verschiedenen Übungen auf dem Rad dargeboten. Wettkämpfe werden nach dem neuen Reglement gefahren.

Bestandteile des Kunstrads

Das Kunstrad besteht aus einem sehr stabilen, handgeschweißten Rahmen, zwei Felgen mit speziellen Reifen, welche eine sichere Bodenhaftung auf Hallenboden oder Holzparkett, garantieren. Des weiteren besteht das Kunstrad aus einem speziellen Lenker mit Lenkergriffen und einem aus Leder bestehendem Sattel. Der Lenker ist so gebaut, dass man auf ihm stehen kann. Der Sattel ist so beschaffen, dass man auf ihm stehen kann, ohne wegzurutschen. Die simple 1:1-Übersetzung der Kette garantiert, dass das Rad auch ohne Pedalkontakt weiterfährt und Rückwärtsfahren ermöglicht. Die Kurbeln müssen von Mitte Tretlager bis Mitte Pedalachse eine Länge von 130-170 mm entsprechen. Des Weiteren gibt es Dornen, also Auftritte, die an den Laufrädern an der Achse beidseitig versehen sein können.

Sportbekleidung

Die Sportbekleidung besteht aus haftfesten Turnschleppchen, aus einer Leggins und einem Trikot.Mannschaften müssen bei Wettkämpfen einheitlich gekleidet sein.

Das Training

Das günstigste Einstiegsalter für das Kunstradfahren liegt etwa bei 6-7 Jahren. Zwischen 6 und 12 Jahren steht das Grundlagentraining im Mittelpunkt der Ausbildung. Schwerpunkte: Koordinationstraining, zunächst allgemein später spezielles Koordinationstraining. In diesem Altersabschnitt liegt die sensible Phase für die koordinative Schulung, daher wird hier in erster Linie die koordinative Fähigkeit geschult. Darüber hinaus erfolgt auch ein altersgemäßes Technik- und Konditionstraining. Zwischen 13 und 16 Jahren erfolgt das Aufbautraining mit den Schwerpunkten, Verbesserung der speziellen Koordination, der speziellen Beweglichkeit, Intensivierung des Techniktrainings, allgemeines und spezielles Krafttraining, Spezialisierung für 1er oder 2er Kunstradsport. Der Trainingsaufwand beträgt 4 Trainingseinheiten pro Woche jeweils 2-3 Stunden.
Zwischen dem 15. und 16. Lebensjahr beginnt das Leistungstraining, Schwerpunkte sind hierbei komplexes Techniktraining, gezieltes Kraft- und Ausdauertraining sowie mentales Training, Intensivierung des Trainings und Erhöhung der Wettkampfhäufigkeit. Der Trainingsaufwand beläuft sich dann zwischen 4 und 5 Trainingseinheiten pro Woche jeweils ca. 3-4 Stunden. Ab 17 Jahren erhöht sich dann der Trainingsaufwand nochmals entscheidend, insbesondere wird auch die Wettkampfhäufigkeit angehoben.
(Quelle:www.Kunstrad.de.vu)